ETF – Ein möglicher Schritt zur finanziellen Freiheit

Der Begriff ETF geistert seit einigen Jahren zwar noch nicht durch volksnahe Medien, wird unter Investoren jedoch immer beliebter. Angesichts der Tatsache, dass Politiker, Wirtschaftsexperten und allen voran der Staat eingestehen müssen, dass die gesetzliche Rente in vielen Fällen nicht mehr reicht, kommen ETFs wie gerufen. Sie sind eine Möglichkeit, sich über einen langen Zeitraum eine ordentliche Rendite zu erwirtschaften.

ETF – Was ist das überhaupt?

ETF - Ein möglicher Schritt zur finanziellen Freiheit

ETFs sind börsengehandelte Indexfonds. Börsengehandelt bedeutet: sie können jederzeit an der Börse ge- und verkauft werden. Gemäß den Gesetzen muss sich natürlich ein Abnehmer finden, der bereit ist, Ihre Anteile zu kaufen beziehungsweise seine an Sie zu verkaufen. Indexfonds sind Fonds, die nur Wertpapiere eines bestimmten Index enthalten. Mittels eines ETFs können Sie also auf einen Markt setzen, dass dieser steigt. Vom DAX über den S&P 500 bis hin zum Nikkei 225 gibt es keine Einschränkung. Im Falle eines voll replizierenden Indexfonds werden alle Aktien aus dem Index in genau dem Verhältnis eingekauft, wie sie auch im Index gewichtet sind. Daneben existieren noch ETFs, die mit optimierter oder synthetischer Replikation arbeiten.

Aktive Fonds versus passive Fonds

ETFs zählen zu den sogenannten passiven Fonds, das heißt für die Zusammenstellung eines ETF-Fonds ist kein Fondsmanager notwendig. Warum auch? Schließlich ist der Wertpapierkorb durch die Auswahl des entsprechenden Index ja bereits vorbestimmt. Ganz im Gegensatz zu den aktiven Fonds. Hier hat der Fondsmanager die Möglichkeit, auf wirtschaftspolitische Ereignisse situationsadäquat zu reagieren durch den Austausch von Wertpapieren im Fonds. Dies ist zugleich ein Nachteil von ETFs. Sie bilden lediglich den Index ab und können diesen logischerweise nicht übertreffen in ihrer Performance. Fällt der Index drastisch werden keine Maßnahmen ergriffen.

Stichwort Gebühren

Doch es wäre paradox, hätte ein ETF keinerlei Vorteile gegenüber herkömmlichen Fonds. Ein extrem starkes Argument für ETFs besteht in der Kostenstruktur. Da ja kein Fondsmanager gebraucht wird, sondern Computer die Arbeit erledigen können, sind die Kosten weitaus geringer. Die TER, Total Expense Ratio, gibt die Jahresgebühren an, welche bei ETFs bei maximal einem Prozent liegen. Doch das ist nicht alles. Nicht nur, dass die jährliche Verwaltungsgebühr bei aktiven Fonds teils weitaus höher liegt. Indem Sie ETFs über die Börse handeln können, entfällt der Ausgabeaufschlag. Dieser macht bei klassischen Fonds bis zu sieben Prozent aus.

Langfristig anlegen

Auch bei ETFs gilt die enorm wichtige Regel. Lassen Sie sich nicht von Ihren Emotionen leiten. ETFs sind nicht dafür gedacht, in wenigen Monaten oder Jahren einen üppigen Gewinn mitzunehmen, sondern ihre Stärke spielen sie aus, je länger der Anlagezeitraum ist. Nutzen Sie dabei den Cost – Average – Effekt aus. Investieren Sie regelmäßig statt eine einmalige hohe Summe. Jährliche Renditen von sechs Prozent und mehr sind dadurch möglich. Durch die Rücklage von Geld auf einem Tagesgeldkonto können Sie bei höheren Kursrückschlägen einen zusätzlichen größeren Betrag investieren, um von den günstigeren Preisen zu profitieren.

Ein ETF ist keine 100%ige Garantie für einen Gewinn, so spielt die Börse. Wenn Sie jedoch Obiges beachten, eine ausreichende Diversifikation vornehmen, Durchhaltevermögen zeigen und sich genügend Finanzwissen aneignen, minimieren Sie Ihr Verlustrisiko bei gleichzeitig steigenden Gewinnmöglichkeiten.

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